Neuigkeiten vom Schach

Mai 2022
01.05. 10:00 Uhr4. Runde 2. Bundesliga Nord
08.05. 09:00 Uhr9. Runde BMM
14.05. 14:00 Uhr5. Runde 2. Bundesliga Nord
15.05. 10:00 Uhr6. Runde 2. Bundesliga Nord
22.05. 09:00 Uhr2. Runde BMM
Juni 2022
18.06. 14:00 Uhr7. Runde 2. Bundesliga Nord (Hotel Weißensee, Parkstraße 87, 13086 Berlin)
19.06. 10:00 Uhr8. Runde 2. Bundesliga Nord (Hotel Weißensee, Parkstraße 87, 13086 Berlin)
19.06. 09:00 Uhr3. Runde BMM
26.06. 09:00 Uhr4. Runde BMM
06.05.2022

Die Erste berichtet: Verhaltener Saisonstart

Nach dem Aufstiegs-Coup im August 2021 wieder in der 2. Bundesliga spielend, zählen wir in dieser Saison sicher zu den Abstiegskandidaten. Ohne es schön reden zu wollen, haben wir dies leider in den ersten drei Runden unter Beweis stellen können, wenngleich es neben dem Schatten auch einiges an Licht zu vermelden gibt. Allen voran ist hier unsere Verstärkung aus Poznan zu vermelden, einerseits IM Marcin (Szelag) und andererseits FM Rafal Tomczak, 2 sympathische Nicht-Profis, die trotzdem sehr kämpferisch und natürlich schachlich sehr stark sind.

Der Saisonauftakt bescherte uns ein auf den 03.04. verlegtes Auswärtsspiel bei unserem Reisepartner SF Neukoelln 2, endlich auch wieder ohne Masken. Leider aber auch ohne Rafal, der kurzfristig erkrankte und durch Nici ersetzt wurde.

    SF Berlin II 5 − 3 SC Rotation Pankow
  1. GM 2475 POL Krzysztof Jakubowski ½ : ½ Marcin Szelag POL 2419 IM
  2. FM 2383 GER Emil Schmidek 1 : 0 Benjamin Dauth GER 2277 FM
  3. IM 2444 FIN Mikael Agopov 1 : 0 Lars Neumeier GER 2312 FM
  4. IM 2411 GER Arnd Lauber 1 : 0 Jörg Seils GER 2323 FM
  5. FM 2316 GER Johannes Florstedt 0 : 1 Michael Müller GER 2241
  6. IM 2366 SWE Bjorn Ahlander 1 : 0 Thomas Guth GER 2257 FM
  7. FM 2358 GRE Dr. Mihail Chatzidakis ½ : ½ Stephan Bruchmann GER 2209 FM
  8. FM 2278 GER Dr. Henrik Rudolf 0 : 1 Dominic Freyberg GER 2115

An den Aufstellungen und Zahlen ist schon gut erkennbar, dass wir in diesem Wettkampf deutlicher Außenseiter waren. Thomas geriet in einen heftigen Angriff, der mit schöner Mattkombi endete und uns schon nach einer guten Stunde in Rückstand brachte. Stephan einigte sich noch kurz vor der Zeitkontrolle friedlich mit seinem Gegner, während sich Nicis Gegner an ihm die Zähne ausbiss und sich veropferte, was uns den zwischenzeitlichen Ausgleich bescherte. Nach der Zeitkontrolle sah es insgesamt aber recht düster aus. Ben, Lars (beide mit Minusbauer) und Jörg (Schwerfigurenendspiel mit gegnerischem Bauern auf d7) hatten alle nachteilige Stellungen zu verwalten, während Marcins Stellung noch sehr solide war. Mir (Micha) glückte an diesem Tag eine wirklich saubere Partie, bei der ich 17 Züge lang eine Qualität schlagen konnte und dies erst im geeignetsten Moment tat. Viel Spannung kam dann leider nicht mehr auf, da die drei „Verdächtigen“ von den Gegnern souverän abgetragen wurden. Marcin wurde noch eine Weile massiert, konnte aber alle gegnerischen Versuche abwehren, was in der Endabrechnung ein leistungsgerechtes 3:5 aus unserer Sicht bedeutete.

Es folgte die Doppelrunde am 30.04. und 01.05. in Hamburg. 5/8 der Mannschaft nahm das zum Anlass, bereits am Freitag mit dem Zug anzureisen, um die eingerosteten Doko-Fähigkeiten auf Vordermann zu bringen. So ergab sich ein sehr launiger Abend, an dem das eine oder andere Verdauungsbier den Weg in die Blutbahn fand. Entsprechend angeschlagen sah dann entsprechend der eine oder andere Schachfreund auch am morgendlichen Frühstückstisch aus. Das Wetter ließ aber keineswegs zu wünschen übrig, was von vielen zu einem ausgiebigen Spaziergang zur Alster oder im Stadtpark genutzt wurde. Jörg sowie Rafal und Marcin (alle aus Arbeitsgründen) trafen erst am Samstag ein, an welchem um 14 Uhr die Paarungen gegen den HSK II verlesen wurden.

An den meisten Brettern gab es auch hier Elo-Vorteile bei unseren Gegnern, die uns aber sicher nicht abschreckten. So fanden sich nach 3 Stunden gemäß der Aussage von Jörg alle Stellungen noch mehr oder weniger im Gleichgewicht. Eine besondere Aufgabe erwartete Lars gegen die 15-jährige Eline Roebers, die ihn schwer unter Druck setze, Lars aber damit zunächst nicht aus dem Gleichgewicht brachte. Erst kurz vor der Zeitkontrolle agierte Lars einen Zug zu vorsichtig, was eiskalt ausgenutzt wurde. Stephan behandelte eine geschlossene Stellung lange Zeit sauber, ließ aber dann die nötige Aktivität vermissen und verlor schließlich chancenlos. Ben stellte früh in der Eröffnung einen Bauern ein, wehrte sich aber in der Folge sehr zäh und kam nochmal in die Nähe eines halben Punktes, der ihm aber letztendlich doch verwehrt blieb. Die Partien von Jörg, Thomi und mir verließen zu keiner Zeit die Remisbreite, was zum folgerichtigen Ergebnis führte. Marcin hatte in einem Endspiel etwas Druck am Damenflügel, der allerdings nicht für den vollen Punkt reichte. Am undankbarsten hatte es Rafal. Gegen den „Big Greek“ die ganze Partie über leicht in Nachteil, erreichte er ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und 2 Bauern weniger, das bei genauem Spiel sicher Remis war. Aus ungeklärten Gründen erschienen auf der Uhr allerdings keine Zeitbonifikationen, was ihn zum zu schnellen Spielen verleitete. Als das Problem moniert und behoben werden konnte, sah man die Bescherung. Plötzlich ging ein länger geplanter Trick, der seinem Gegner plötzlich große Gewinnchancen eröffnete. Den genauen Weg zum Remis fand Rafal leider nicht mehr, was letztlich zu einer doch recht derben Niederlage von 2:6 führte.

    Hamburger SK II 6 − 2 SC Rotation Pankow
  1. IM 2420 GER Julian Kramer ½ : ½ Marcin Szelag POL 2419 IM
  2. IM 2430 GRE Georgios Souleidis 1 : 0 Rafal Tomczak POL 2310 FM
  3. IM 2369 GER Frank Bracker 1 : 0 Benjamin Dauth GER 2277 FM
  4. 2356 NED Eline Roebers 1 : 0 Lars Neumeier GER 2312 FM
  5. IM 2349 GER Malte Colpe ½ : ½ Jörg Seils GER 2323 FM
  6. FM 2316 GER Tom-Frederic Woelk ½ : ½ Michael Müller GER 2241
  7. 2226 GER Jeremy Hommer ½ : ½ Thomas Guth GER 2257 FM
  8. FM 2407 AUT Konstantin Peyrer 1 : 0 Stephan Bruchmann GER 2209 FM

Entsprechend bedient aber auch hungrig und vor allem durstig begab man sich anschließend ins „Blockhouse“, in welchem (aufgrund einer unerhörten Maximalmenge von 0.3l) von mehreren Herrschaften gleich die doppelte Menge auf einmal bestellt wurde. Nach dem wiederum sehr leckeren Essen (auch am Freitag war es das Lokal der Wahl) lockte bei 4 Schachfreunden erneut der Kartentisch im Senatorenzimmer samt „Altem Schweden“, Stapelchips, Erdnüssen und gepflegter Musikbeschallung. Der Sieger stand um halb drei fest. Am nächsten Morgen sah man dem ein oder anderen die Strapazen noch an, was durch einen gut 30-minütigen Fußmarsch zum Spiellokal aber kompensiert werden konnte. Pünktlich um 10 Uhr am Tag der Arbeit wurde der Wettkampf gegen Norderstedt angepfiffen.

    SC Rotation Pankow 3½ − 4½ SK Norderstedt
  1. IM 2419 POL Marcin Szelag 1 : 0 Radoslaw Barski POL 2434 IM
  2. FM 2310 POL Rafal Tomczak ½ : ½ Lawrence Trent ENG 2398 IM
  3. FM 2277 GER Benjamin Dauth 0 : 1 Andrey Ostrovskiy UKR 2417 IM
  4. FM 2312 GER Lars Neumeier 1 : 0 Christoph Kuberczyk GER 2296 FM
  5. FM 2323 GER Jörg Seils 0 : 1 Michael Kopylov UKR 2378 IM
  6. 2241 GER Michael Müller 0 : 1 Marta Michna GER 2314 WGM
  7. FM 2257 GER Thomas Guth ½ : ½ Falko Meyer GER 2209 FM
  8. FM 2209 GER Stephan Bruchmann ½ : ½ Frank Hagenstein GER 2234

Den Aufstellungen war zu entnehmen, dass wir auch in diesem Wettkampf nicht favorisiert waren, wir mussten unsere Chancen vermeintlich an den hinteren Brettern suchen. An 7 und 8 wurde, vorsichtig ausgedrückt, nicht mit dem Messer zwischen den Zähnen gespielt, so dass es bereits nach 2 Stunden 1:1 stand. Bei Jörg ging leider gar nichts zusammen, so dass er kurz nach dem Bauernverlust auch gleich in einer hoffnungslosen Stellung landete, die er noch vor der Zeitkontrolle aufgab. Ben erreichte eine eigentlich solide Stellung, bei der er auf einmal zu viel wollte und dem Gegner Möglichkeiten gab, mit seinen Türmen einzudringen. Folgerichtig stand auch hier bald eine Null zu Buche. Wir lagen also mit 3:1 hinten, aber noch gab es Hoffnung.

Lars opferte im Mittelspiel einen Bauern, für den sein Gegner das Risiko einging, seinen Springer nicht mehr aus dem gegnerischen Lager befreien zu können. So kam es dann tatsächlich auch und Lars verkürzte zum 3:2. Meine Partie gegen Marta Michna (die im 9. Monat schwanger war) war lange Zeit ein positionelles Geschiebe, bei dem nach und nach Figuren abgetauscht und ich mich schon im Vorteil wähnte. Ein sehr unangenehmer Zwischenzug in Verbindung mit fürchterlichen Springergabeln und Mattangriff ließ sich leider nicht mehr ohne größere materielle Eingeständnisse parieren, was meine ohnehin schon katastrophale Bilanz gegen das weibliche Geschlecht noch weiter verschlechterte. Somit blieben noch die Partien unserer beiden Neuzugänge. Marcin spielte eine wirklich beeindruckende Partie, in der er aus einer bedrängten Lage nach der Eröffnung über ein sehr effektvolles taktisches Manöver eine Qualität gewann. Diesen Vorteil konnte er souverän zum vollen Punkt verwerten. Somit war es wieder an Rafal, gegen den anderen Schachkommentator (Lawrence Trent) zu bestehen. Nach einer taktisch sehr aufreibenden Partie entstand ein für ihn schlechteres Turm-gegen-Läufer-Endspiel, was er durch ein paar Ungenauigkeiten seines Gegners zum verdienten Remis bringen konnte. Glücklicherweise auch noch rechtzeitig, so dass der fest gebuchte Zug um 16:38 Uhr erreicht werden konnte. In Summe stand nun ein unglückliches 3.5:4.5. Hier war sicher mehr drin.

Nach drei Runden stehen also leider 0 Mannschaftspunkte hinter Rotation Pankow, aber noch bestehen Chancen auf den Klassenerhalt. Bereits in der nächsten Doppelrunde am 14.5. / 15.5. sollte gegen Lingen das erste Zählbare eingefahren werden. Vielleicht gelingt uns ja auch eine Sensation gegen Kirchweye. Also Daumendrücken!

Micha
16.03.2022

Die Zweite berichtet: Erfolgreicher Auftakt im Jahr 2022

BMM - endlich mal wieder! Die letzte (und bisher einzige) Runde datierte auf den 7. November vergangenen Jahres, so dass nun die reguläre 7.(!) Runde anstand: Auswärtswettkampf gegen Kreuzberg 2. Mannschaftsleiter Dominic hatte die Truppe gewohnt souverän per E-Mail eingesammelt und eingeschworen ("Unser Ziel sind 4,5 Punkte."). Da Christian verhindert war, hatte Brigitte sofort zugesagt und sich auch durch die weite Anreise ins morgendliche Berlin nicht abschrecken lassen - danke! Die erste Hürde "Parkplatzsuche" wurde durch die Rotationer durch frühzeitiges Erscheinen bzw. Anreise per ÖPNV bzw. Fahrrad genommen. Auch die zweite Hürde "Umsetzung Hygienekonzept / 3G-Nachweis" wurde erfolgreich gemeistert, so dass es etwas verspätet und nach minutenlangem Eröffnungsmonolog des Schiedsrichters endlich losging. Jan kam zwar etwas später, aber im Gegensatz zu meinem kurzfristig ausgefallenen Gegner setzte er sich noch deutlich vor 9.30 Uhr (1:0) ans Brett.

Seine verspätete Ankunft begründete Jan mit dem Gegenwind, der ihm - zusätzlich zur weiten Reise - auf dem Fahrrad zusetzte. Am Brett war von Gegenwind jedoch nicht viel spüren: Klare Züge und ein missglücktes Eröffnungskonzept des Gegner mündeten in einem Springer auf f4 und ungefährdeten Schwarzsieg nach 20 Zügen. Zuvor hatte bereits Norman auf 2:0 erhöht. Aus (fast) entgegengesetzter Richtung anreisend und folglich mit dem Wind im Rücken überraschte Norman nicht nur mit pünktlichem Erscheinen, sondern auch mit ungewohnt schneller Spielweise (Macht sich hier etwa das notgedrungene "Online-Training" bezahlt?). Bestens mit dem sich nach dem Abtausch dreier Leichtfiguren nur scheinbar vereinfachten Stellungsbild vertraut, setzte er den "Grand Prix" typischen Königsangriff um und seinen Gegner vor unlösbare Probleme.

Am Spitzenbrett saßen sich zum wiederholten Male die beiden Chefchronisten gegenüber. Alles andere als ein Remis wäre eine große Überraschung gewesen, zumal Detlef mit den weißen Steinen für seinen soliden Ansatz bekannt ist. Allerdings war der Weg dorthin nach experimentierfreudiger Eröffnungswahl Detlefs durchaus beschwerlich und neben schwarzer Initiative war ein erheblicher Nachteil auf der Uhr auszumachen. Allerdings vereinfachte sich die Stellung zusehends, so dass Detlef keine Probleme hatte, die sicheren Züge und schließlich den Remishafen zu finden. Dominic kam derweil mit Schwarz nie so richtig in die Gänge: Nach passiver Eröffnungsbehandlung opferte er (notgedrungen) eine Qualität, aber der optisch chancenreiche Aufbau gegen den weißen König auf g3 versiegte alsbald, so dass der Gegner auf 3,5:1,5 verkürzen konnte.

Doch bei drei verbliebenen Partien, in denen lediglich Brigitte etwas schlechter/passiv stand, sollte eigentlich wenig anbrennen. Jürgens König war zwar in der Mitte verblieben, doch dem Gegner boten sich kaum Ansätze, die Stellung zu öffnen; jedwede Ideen nahm Jürgen mit dem prosaischen Sc6-a7(!) aus der Stellung. Da im Gegenzug die aufgerückten schwarzen Bauern dem langrochierten weißen König auch nicht zu Leibe rücken konnten, entwickelte sich ein langwieriges Lavieren. Nach dem Damentausch keimte bei mir zwar kurzzeitig die Hoffnung auf einen vollen Punkt auf, aber nachdem Jürgen schließlich doch noch kurz rochierte, war Schwarz zu langsam, um ernsthaft (und risikoreich) auf Gewinn spielen zu können - letztendlich eine gerechte Punkteteilung (4:2). Obwohl Brigitte zwischenzeitlich etwas den Faden und zwei Bauern verloren hatte, stand Peter auf Gewinn und dem Mannschaftssieg Nichts mehr im Wege. Er hatte den "Grand Prix Angriff" deutlich friedfertiger als üblich angelegt, konnte sich aber im Laufe der Partie klare positionelle Vorteile erspielen und schließlich auch die Bauernschwächen seines erfahrenen Gegners einsammeln. Im entstandenen Springerendspiel galt es, "nur" noch abzuzählen und keine Fingerfehler zu begehen. Doch genau dies geschah: Mit der Gewissheit, die neue Dame des Gegners per Springergabel abzuholen, vergaß Peter, seinen König auf ein Feld zu stellen, auf dem diese nicht mit Schach einzieht... Ausgesprochen unglücklich, was Peter selbst natürlich am meisten ärgerte und er auch lautstark kundtat. So geriet der sicher geglaubte Mannschaftssieg plötzlich doch noch in Gefahr! Brigitte verteidigte sich jedoch äußerst zäh und war nach zwischenzeitlicher Schwächephase auch in Stunde fünf der Partie wieder voll auf der Höhe. Diesen Eindruck machte ihr Gegner (möglicherweise aufgrund der langen Spielpause) nicht unbedingt und willigte - obwohl unter Zugzwang stehend, im Mannschaftssinne unbedingt gewinnen zu müssen - ins Remis ein. Etwas frühzeitig, da man sicherlich noch hätte weiterspielen können, wenn nicht müssen. Sei es drum: 4,5 Punkte. Ein verdienter Erfolg, der die Vorgabe des Mannschaftsleiters punktgenau erfüllte. Schon am 27. März gilt es, diese erneut im Heimspiel gegen Nord-Ost umzusetzen. Die Saison kann endlich los-/weitergehen!

MW
02.01.2022

Bericht vom Finale der BPMM 2019/2021

War die Aufstellung der Mannschaft für das Viertelfinale schon ein organisatorischer Kraftakt, drohte im Finale die Luft auszugehen. Letztendlich war es der pokalbewährten Doppel-D-Achse, Stephan und Brigitte bzw. Dominic als „eiserne Reserve“ zu verdanken, dass wir Vollbesetzung melden konnten. Da aufgrund der persönlichen Terminkalender auch schon für die erste Runde der Landesliga geplant werden musste, übernahm der Chronist den vakanten vierten Platz. Pünktlich war die Mannschaft im Spiellokal in Mariendorf, der Heimstätte von Don Olaf und Co, versammelt. Begrüßt wurden wir von Schachfreund Bernhard Riess, der zuerst bewährt im Hoodie der Berlin Adler die Technik installierte und dann im schwarzen Anzug dem Finale als Hauptschiedsrichter und Vizepräsident eine entsprechende präsidiale Würde verlieh. Für das leibliche Wohl zeichnete sich der Schachverband mit einem Brötchenbuffet sowie die nette und zuvorkommende Tresenkraft des Casinos verantwortlich. Vielen Dank!

Der Gegner aus Zehlendorf und hier speziell Helmut hatte schon im Vorfeld wissen lassen, dass der Pokal mit aller Macht nach Zehlendorf geholt werden soll und bei der Aufstellung deshalb auch nichts dem Zufall überlassen. Zwar leistete man sich den Luxus, den „langen Brüter“ und amtierenden Pokalsieger von Berlin zu schonen, dafür wurde ein durchgehend mit internationalen Titelträgern bestücktes Quartett aufgestellt und zwar in der Reihenfolge IM Sawlin, GM Meister, IM Lagunow A., IM Lagunow R. Die erheblichen DWZ-Unterschiede an allen vier Brettern wollten wir mit mannschaftlicher Geschlossenheit und Kampfgeist kompensieren.

Norman übernahm als Mannschaftsleiter unsere Aufstellung. Wir spielten in der Reihenfolge Ben, Stephan, Detlef und Norman. An Brett 1. und 4. hatten wir Weiß.

Der Kampf entwickelte sich zunächst auch recht ausgeglichen. Stephan verzeichnete relativ schnell Vorteile auf der Uhr. Dieser Zustand und natürlich sein persönliches Renommee führte zu einer schnellen Punkteteilung, die uns noch alle Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung (ja, wir waren Titelverteidiger) beließ. Zwar konnte Norman aus seinem Anzugsrecht nichts herausholen und geriet schnell in die Defensive, aber dafür verwaltete Ben in der französischen Abtauschvariante eine typische „Ben“stellung mit Chancen für beide Seiten. Entschieden wurde der Kampf aber doch in der Zeitnotphase vor der Zeitkontrolle an Brett 3. Der Chronist machte aus der Not eine Tugend und opferte in einem g3 Königsinder eine Figur. Die Stellung war auch recht unübersichtlich und kurz vor der Zeitkontrolle konnte sein Gegner nur aufgrund eines teuflischen, taktischen Kniffes das Gleichgewicht halten. Die Ausgleichsfortsetzung vor Augen entschloss sich der Chronist letztendlich doch das gleiche Motiv noch einmal zu bemühen. Nach der gegnerischen Antwort war es sofort aus. Da Norman klar auf Verlust stand, war der Kampf praktisch entschieden. Gemäß Ben hatten wir am ersten Brett vielleicht auch Siegchancen, eine genaue Bewertung kann der Chronist jedoch nicht vornehmen. Letztendlich setzte sich die individuelle Klasse des Gegners doch souverän. Herzlichen Glückwunsch an den neuen Pokalsieger!

Fazit: Es hat trotzdem wieder Spaß gemacht. Angenehm ist immer wieder die Geschlossenheit, Kameradschaft und Gelassenheit im Team und zwar unabhängig von DWZ und ELO-Zahlen. Deshalb sollte sich auch keiner scheuen, bei diesen Wettkämpfen teilzunehmen. Die nächste Gelegenheit besteht bei der überregionalen Runde in 2022 in Halle. Der Spielleiter würde sich über Zusagen freuen.

Detlef
19.09.2021

Bericht vom Viertelfinale der BPMM 2019/2021

Obwohl im Vorfeld durch einige Zu/Ab und wieder Zusagen die Aufstellung einer Mannschaft etwas erschwert wurde, konnte der Spielleiter bei der freitäglichen Vorstandssitzung, bei der die strategische Ausrichtung des Vereins für die nächste Saison festgelegt wurde, Vollzug melden. Leider erreichte den Vizepräsidenten um ca 21.30 Uhr eine krankheitsbedingte Absage, so dass der Präsident mit der ganzen Autorität seines Amtes und der ihm eigenen integren Persönlichkeit zu später Stunde noch Ersatz akquirierte. Peter erklärte sich spontan bereit (O-Ton) wenigstens das Quartett zu vervollständigen. Der Chronist, Ben und Norman machten die Mannschaft komplett. Überpünktlich konnte der Chronist am Spieltag im Spiellokal zuerst das Spitzenbrett von TSG und Altrotationer Matzel begrüßen. Peter traf kurz danach ein und stellte Matzel aber auch den Chronisten mit einem Zeitdokument (Foto) aus der privaten Vereinschronik auf die Probe. Jung und rank fast noch unschuldig wirkten die Protagonisten. Befragt nach dem Jahr (1977, Anmerkung des Verfassers), konnte ein sichtlich gerührter Matzel mit seiner Einschätzung 1976 fast treffsicher antworten. Gemeinsam gingen die Gedanken zu den seligen Mentoren Werner L. und Peter H., die unvergessen im Schachelysium und den gemeinsamen Erinnerungen weiterleben. Nicht nur im Schach sondern auch im Berufsleben selbst mit einem Bildungsauftrag ausgestattet, wandelten beide nicht immer auf den Pfaden der ungleich berühmteren Vorgänger Pestalozzi, Steiner, Fröbel, Montessori und Makarenko. Ihr pädagogischer Ansatz war eigener Art, den Grundpfeiler bildete eine Strenge neben der sich frühkindliche Militäranstalten im antiken Sparta wie Waldorfkindergärten ausnahmen. Ergänzend vielleicht auch kompensierend gesellten sich dazu Güte, Gerechtigkeit und ein großzügig, einnehmendes Wesen. Zugegeben, nicht alle waren dieser (Lebens)schule gewachsen, aber die erfolgreichen Absolventen dieses Schmelztiegels konnten im Schach als auch später im wahren Leben als K…mann geadelt durch die Gesellschaft schreiten und waren nicht den beliebigen, blassen Personenkreis der „A….figuren“ zugehörig. In Erinnerung bleibt auch das unabhängig von temporären persönlichen Verfassungen stets würdevolle, präsidiale Auftreten in Lehrsaal, Spiellokal oder auch auswärtigen bzw. heimischen „Tee“stuben in der Kastanienallee bzw. Passage. Genauso unvergessen für jeden Zögling bleibt die persönliche Partienachbereitung zwischen Schüler und Meister, bei der schonungslos die schachlichen und charakterlichen Schwächen analysiert wurden. Hier muss der Chronist gestehen, dass die Auswertung einer Gewinn- bzw. Nichtverlustpartie doch deutlich angenehmer im Gedächtnis haften blieb.

In Erinnerungen schwelgend hätte es weitergehen können aber Sven Horn, unfreiwillig mit Mehrfachämtern ausgestattet (hier: Budiker, Tresenkraft, Schiedsrichter und Mädchen für alles) rief zum Wettkampf. Matzel begab sich an das Spitzenbrett seiner Mannschaft und auch wir, mittlerweile vollständig, begaben uns an die Bretter. Die Aufstellung gestaltete sich einfach und unkompliziert. Peter verwies auf seine Mission als fehlender 4. Mann (Brett 4), Norman als Kapitän übernahm das Spitzenbrett im Unterhaus (Brett 3). Ben verwies auf seinen knallharten Weißaufschlag, der schon so manchen Pokalfight für uns entscheiden konnte. Der Chronist übernahm mit Schwarz das Spitzenbrett.

Unser Gegner, der SC Weiße Dame, war ebenfalls nicht in Bestbesetzung angetreten, gleichwohl konnte der ehemalige große Vorsitzende ein Team aus Routiniers an die Bretter bringen. Trotzdem waren wir vor allem im Oberhaus mit deutlichen Wertzahlvorteilen ausgestattet.

Der Kampf entwickelte sich nach den ersten Zügen zunächst verhalten. Peter wandelte sicher auf altbekannten Pfaden und der Chronist versuchte wie immer, die vielfältigen Buchempfehlungen in seinen Gedankenfächern, zu einer einheitlich, strategischen Partieausrichtung zu koordinieren. Die Weißpartien entwickelten sich fast identisch – Caro-Kann Abtauschvariante- in soliden Bahnen. Trotzdem schlug der Blitz in Gestalt von S:d4 bei Ben ein. Der hatte nach wenigen Zügen die Wahl zwischen dem Spiel mit einem glatten Minusbauern und dem temporären (3 Züge) Agieren mit einer Mehrfigur, das in ein Endspiel mit Minusbauern und Minusqualität mündet. Der Matchplan war nun etwas durcheinandergeraten, einzig Ben war gewohnt optimistisch und konnte das entstehende Turmendspiel gemütlich und sicher in den Remishafen steuern auch nach dem (typisch Ben) jede auch im Dezimalbereich (<1) befindliche Gewinnoption! ausgelotet wurde. Vorbildlich! An den anderen Brettern sah es aber gut aus. Norman war im Vorwärtsgang, Peter vertraute trotz Minusbauer auf die Kompensation in Gestalt von Aktivität und Strukturvorteilen und auch der Chronist wähnte sich minimal im Vorteil. Irgendwie verflachte aber die Stellung bzw. das letzte Risiko der Stellungswiederholung auszuweichen wurde gescheut. Allerdings verwalteten wir bei Norman doch deutliche Vorteile und auch Peter konnte seine Bauern zurückgewinnen und hatte ein sehr bequemes Turmendspiel. Letztendlich opferte Norman eine Figur für 4 Bauern und steuerte dann doch den Remishafen an. Schade, aber Peter presste wie in alten Zeiten und gestählt durch die oben beschriebene Schachschule souverän den Siegpunkt aus der Stellung. Bezeichnend für die nicht nur bei Pokalkämpfen sprichwörtliche mannschaftliche Geschlossenheit ist hierbei zu vermerken, dass unabhängig von der schachlichen Praxis und gegenwärtigen Spielstärke (hier DWZ/ ELO) allen Mannschafts- bzw. Vereinsmitgliedern stets in spielerischer Hinsicht und persönlichem Einsatz blind vertraut werden kann. Auf diesem Fundament sollten wir weiterhin unseren Verein (Kirche) bauen. Die nächste Gelegenheit besteht für alle Mitglieder am 25.09.21 (Halbfinale) bzw. vielleicht auch 26.09.21 (Finale).

Detlef
11.09.2021

Aufstieg !

Das Szenario vor der abschließenden Runde war wie folgt:

  1. Wir müssen gewinnen.
  2. Kreuzberg verliert gegen Greifswald.
  3. Das Duell der beiden Führenden muss 4:4 ausgehen.

Gut gelaunt und bei bestem Wetter, erschienen acht mehr oder weniger angriffslustige Gesellen zum finalen Akt der Saison 2019/2020 im Ausweichlokal unserer sympathischen Gastgeber von den SF Berlin-Neukölln.

Nach kurzer Einweisung über die örtlichen NoGo-Areale ging der Kampf dann auch schon los und war wenige Minuten später für die SF Dauth, Neumeier, Bruchmann und Lisek auch schon wieder vorbei. Die Kampfeslust hielt sich aus unterschiedlichen Motivlagen in Grenzen, was anschließend durch ausgiebiges Blitzen und extensives Analysieren kompensiert wurde.

Ein besonderer Dank daher schon mal vorneweg für die verbliebenden Kämpfer/-innen.

Annett spielte eine sehr souveräne Partie die später remis endete. Niki manövrierte sich allerdings in eine horrende Zeitnot, in der die multiplen taktischen Probleme, die ihm von der stets angriffslustig agierenden Martina Skogvall gestellt wurden, leider nicht mehr pariert werden konnten. Somit war es Jörg und Thomas vorbehalten, für uns zumindest in diesem Kampf den Sieg einzufahren. Thomas gelang das sehr solide, bei Jörg war vieles unklar. Positionell gesund aber taktisch anfällig, lautete die Einschätzung während und nach der Partie. Der Gegner ging von einer eigenen Gewinnstellung aus, Jörg auch. Und wie das halt oft so ist, der sympathische Informatiker Felix ging leer aus und der „Manchester-Kapitalist“ setzte sich durch. In der anschließenden Analyse flog Jörg die Stellung aber nur so um die (roten)Ohren. Deswegen finde ich es besonders erstaunlich, dass unser Boss mir etwa eine Woche später ausgeklügelte Computeranalysen über das iphone versandte, die beweisen sollten, dass die Stellung doch nicht verloren war…

Egal 4,5 : 3,5 Sieg!

Als sich die verbliebenen SF auf den Heimweg achten, verblieb das wohlige Gefühl, für eine kurze Zeit Tabellenführer zu sein. Der Sieg der Greifswalder war dort bereits bekannt, vom Spitzenkampf gab es aber gar keine Ergebnisse. Kurze Zeit später glühten dann aber die Drähte als Niki die Breaking News über den Aufstieg vermeldete.

Ein alles in allem spektakulärer Abschluss einer ebensolchen Saison. Mal sehen was die Zukunft bringen wird, aber das Rotationsrad wird sich immer weiter drehen!

Stephan
03.09.2021

Die Erste berichtet: Erfolgreicher Auftakt zum Saisonfinale/ Aufstiegschance gewahrt!

Nach gefühlt hundert Jahren schachlicher Einsamkeit galt es die letzten 2 Kämpfe in der Oberligasaison 2019/2020 zumindest würdevoll und gesichtswahrend zu absolvieren. Der Vorstand, vor allem in Person von Jörg, wollte auf den letzten Metern nichts dem Zufall überlassen und setzte für den 16.07.2021 eines der berühmt/ berüchtigten Spezialtrainings in Karow, auch zum gegenseitigen „Kennenlernen“ nach der langen pandemiebedingten Pause, an. Unter der wie immer perfekten organisatorischen Ägide der Gastgeber Gudula und Jörg war die Wiedersehensfreude groß, die Stimmung ausgelassen und diese konnte auch durch eine kurze Regenzeit nicht eingetrübt werden. Neben den üblichen isotonischen Erfrischungsgetränken wurde natürlich auch ein Schwedentrunk gereicht, der frei nach Grimmelshausen allen Beteiligten gar wohlig schmeckte. Zu fortgeschrittener Stunde hatte neben den üblichen (Dampf)plaudereien über Gott und die Welt jeder Einzelne auch die Gelegenheit seine schachliche Fitness (der Chronist und auch einige andere Teilnehmer hinterließen nämlich auch einen pandemiebedingten nicht 100% austrainierten Eindruck) am einzigen Schachbrett in Einzelmatches unter kritischen Blicken der Kibitze, überprüfen zu lassen. Davor stand aber die Festlegung der Mannschaftsaufstellung und Einstimmung auf die letzten 2 Kämpfe. Ja auch Einstimmung, dem Chronist und Spielleiter des Vereins war bis dato nämlich nicht bewusst, dass durchaus noch eine realistische Chance auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga bestand. Aufgrund der ausgedünnten Personaldecke sollte am 14.08.2021 der Chronist und Dominic sowie am 15.08.2021 Dominic, Annett und Jürgen als Ersatz einspringen.

Den ersten Dämpfer bezüglich der Mission Aufstieg gab es gleich beim folgenden, abschließenden Bundesligawochenende der 2. Bundesliga Nord. Helmut’s Recken ( ja der Helmut aus Zehlendorf, dem gemäß vereinseigener Homepage sprichwörtlich unter den Händen alles zu Gold wird) konnten sich schlussendlich im Finale nicht durchsetzen, so dass König Tegel den Aufstieg in die 1. Bundesliga feiern konnte (herzlichen Glückwunsch!) und gleichzeitig den Aufstiegsplatz für die zweite Mannschaft quasi „freimachte“.

Die zweite dunkle Wolke zog in den frühen Morgenstunden am Spieltag auf, als der Chronist schon in Urlaubslaune urplötzlich die Ehefrau in die Notaufnahme chauffieren musste und aufgrund der ungewissen Diagnose früh um 06.00 Uhr fernmündlich beim schon einsatzbereiten! Mannschaftsleiter Jörg absagen musste. Letztendlich ging doch alles gut und so konnte auch der Chronist aufgrund des Schlafdefizites im bergeversetzenden Auswärtskampffeeling befindlich, pünktlich um 11.00 Uhr am Brett sitzen.

Der Gegner Lok Brandenburg, auf den Abstiegsrängen befindlich, musste ebenfalls einige Stammspieler ersetzen. Seit Jahrzehnten quasi mit einem festen Stamm an alten Routiniers spielend, gelang es in frühen Jahren beständig in der DDR-Liga die Kasse zu halten. Trotzdem sollten die doch großen Wertzahlunterschiede gerade im Unterhaus für uns den Ausschlag geben.

Dementsprechend entwickelte sich auch der Kampf.

Ben, mittlerweile mit einem zweiten return gegen 1. e4 ausgestattet, hatte eine typische „Ben“stellung auf dem Brett.

Lars griff seinen Gegner in einem Königsinder sofort positionell an.

Jörg konnte bequem in der Eröffnung ausgleichen und stand gut.

Stephan konnte durch ultrasolide Eröffnungskenntnisse in einer Schottischen Partie seinen Gegner nicht nur auf dem Brett sondern auch auf der Uhr unter Druck setzen.

Gewohnt vorbildlich durch Körpersprache und Dresscode (hier im knallig roten eisernen Siegergewand) sowie kraftvollen Agieren auf dem Brett, der „Papa“, der schnell einen Vorteil herausspielen konnte.

Ecki hatte sich mit seiner ganzen Routine solide eine spielbare Stellung aufgebaut.

Der Chronist konnte ebenfalls mit Schwarz bequem ausgleichen und leichte Vorteile auf den schwarzen Feldern verbuchen.

Dominic griff kompromisslos mit dem Grand-Prix-Angriff an.

Pünktlich mit der Eröffnung des Buffets kam Sand ins Getriebe.

Ben stand gegen den nominell stärksten Gegner urplötzlich schlecht. Bei Lars und Stephan ging es auf einmal nicht richtig weiter und auch Jörg hatte Probleme, eine wie aus dem Nichts sich entwickelnde gegnerische Initiative, zu neutralisieren. Da halfen auch nicht die klaren Vorteile bei Thomas bzw. die guten Perspektivstellungen von Ecki und dem Chronisten, denn Dominic verwaltete urplötzlich einen Minusbauern.

Letztendlich konnte diese kritische Situation aber gewohnt routiniert gemeistert werden. Durch einen Einsteller des Gegners in Zeitnot, brachte uns Ben in Führung. Jörg, der den gegnerischen Druck gewohnt sicher neutralisierte, einigte sich in bequemerer Stellung auf Remis. Auch Dominic konnte nach einer Opferkaskade das Wasser trüben und ebenfalls den Remishafen ansteuern. Gemäß der DWZ-Unterschiede natürlich für ihn aber auch für die Mannschaft unbefriedigend, zumal Stephan aufgrund eines Übersehens überraschend für Freund und Feind seine gut geführte Partie aufgeben musste. Damit hatten aber unsere sympathischen Gegner ihr Pulver auch schon verschossen. Erst konnte der Chronist sein Endspiel relativ sicher gewinnen und dann gelang es auch Ecki seine solide angehäuften Vorteile zum Sieg zu verdichten. Wenig später führte auch Thomas seine Partie konsequent und sicher dem Ende zu. Der Kampf war entschieden, wie Lars seine Partie noch zum Sieg führen konnte, kann der Chronist nicht mehr schildern, da er sich bereits auf dem Heimweg zum Koffer packen begeben hatte.

Fazit: Durch den 6:2 Erfolg blieben unsere Aufstiegschancen noch intakt. Allerdings hatte sich aufgrund der Ergebnissen der unmittelbaren Konkurrenten die Ausgangslage vor der letzten Runde nicht verbessert, sondern sogar verschlechtert. Ob es trotzdem ein Happyend gegeben hat, wird sicherlich von einem Zeitzeugen an dieser Stelle ebenfalls berichtet werden.

Detlef
aktualisiert am 07.05.2022